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Am 30.07.2004 hat für die Tischtennisvereine TTC Furtwangen und TTC Schönenbach eine neue Ära begonnen. Beide Vereine haben mit überwältigender Mehrheit und unter notarieller Aufsicht in getrennten außerordentlichen Mitgliederversammlungen der Verschmelzung beider Vereine zur TTG Furtwangen/Schönenbach zugestimmt. Ort der Handlung am Donnerstagabend war das Vereinslokal "Gasthaus Löwen" in Schönenbach.
Erleichterung machte sich nach Vollzug bei den Verantwortlichen breit, die in den letzten Wochen und Monaten einen sehr großen Arbeitsumfang zu bewältigen hatten. Dabei standen nicht nur Vertragsentwürfe, neue Satzung, Kassenberichte o.ä. im Vordergrund. Es war auch die Zeit der Überzeugungsarbeit, denn nicht jedes Mitglied war gleich zu Beginn mit demselben Enthusiasmus von dieser Sache überzeugt wie die "Wegbereiter" Jan Feßler, Klaus Scherzinger, Helmut Schätzle, Arnold Klausmann, Georg Straub und Bernd Schmid. Dieses Gremium hatte den Stein erst ins Rollen gebracht, Gründe dafür gab es aus deren Sicht mehr als genug.
Auf recht engem Raum befinden sich zwei nicht nur auf Bezirksebene recht erfolgreiche Vereine, die auf eine lange Tradition zurückblicken können. Die 80er- und 90er-Jahre waren geprägt von großem Konkurrenzkampf, den die beiden Vereine aber schon lange hinter sich gelassen haben. Gemeinsam durchgeführte Veranstaltungen und ein organisierter Trainingsbetrieb für die Jugend machen dies deutlich. Vor fast 10 Jahren wurde schon einmal über eine mögliche Fusion diskutiert, doch damals war die Zeit noch nicht reif für diesen Schritt. Nun aber haben die Verantwortlichen die Zeichen der Zeit erkannt. Beide Vereine stagnierten, wenn auch auf beachtlichem Niveau, in ihrer sportlichen Entwicklung, zusätzliche finanzielle Belastungen für Hallenmiete (nicht nur für Rundenspiele, sondern nun auch für Trainingsabende) werfen ihre Schatten voraus, Veranstaltungen zur Deckung des Etats sind immer wieder ein Kraftakt für wenige Personen usw. Im Grunde die alltäglichen Probleme, mit denen heutzutage fast jeder gemeinnützige Verein zu kämpfen hat. Doch anstatt so weiter zu "wurschteln" haben sich die Verantwortlichen zu einem mutigen Schritt entschlossen. In beiden Vereinen wurde die Möglichkeit einer Fusion diskutiert. Es ist nicht zu verhehlen, dass es auch erneut Widerstände gab. Eine breite Mehrheit sprach sich aber letztendlich dafür aus, diesen Weg weiter zu gehen.
Mehrere Gremien wurden gegründet. Die rechtliche Situation musste geprüft werden, eine neue Satzung wurde erstellt, der Verband musste in die Pläne eingeweiht werden, alle Mitglieder wurden über das geplante Vorhaben schriftlich informiert. Letztendlich wurde mit dem Notariat in Furtwangen ein Verschmelzungsvertrag vorbereitet. Dieser regelt z.B. die Übernahme der einzelnen Mitglieder mitsamt den bisher erworbenen Ansprüchen (Mitgliedsjahre, Ehrungen, etc.) in den neuen Verein TTG Furtwangen/Schönenbach, ebenso die Zusammenführung der einzelnen Vereinsvermögen (Aktiva und Passiva). Innerhalb einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die beide Vereine getrennt voneinander durchführen mussten, war nun eine Mehrheit von 75% der anwesenden Mitglieder für die Verschmelzung erforderlich.
Wie eingangs berichtet gab es für die Verantwortlichen dann keine unliebsame Überraschung. Das Votum war eindeutig. Auf Seiten des TTC Furtwangen war Vereinsmitbegründer Günter Stöhr anwesend. Er stellte sich eindeutig hinter die Vorgehensweise seines amtierenden Vorstandes.
Der neue Verein wird nun geführt von Jan Feßler (1. Vorsitzender) und Helmut Schätzle (2. Vorsitzender). Eine erste gemeinsame Hauptversammlung muss in den nächsten 6 Monaten einberufen werden. Aktuell sind die Verantwortlichen aber mit so "einfachen" Themen wie Organisation des Trainings- und Spielbetriebes und Einkleidung der Aktiven beschäftigt. Dabei ist man auf gutem Weg, dass sich gleich zu Beginn die finanzielle Belastung in Grenzen hält. Verschiedene Sponsoren haben ihre tatkräftige Unterstützung bereits bekundet.
Bei allem Enthusiasmus darf natürlich nicht vergessen werden, dass hier und dort natürlich auch mit Wehmut auf die vergangenen Jahre zurückgeblickt wird. In beiden Vereinen gab es liebgewonnene Traditionen, die der Eine oder Andere nun vergessen glaubt. Dies kann und darf nicht Sinn der Sache sein! Es liegt aber nicht nur an den Verantwortlichen, sondern an jedem Einzelnen, dass diese Traditionen weiter gelebt werden. Und zwar zusammen! "Nur gemeinsam sind wird stark soll unser Motto sein", so Jan Feßler nach dem vollzogenen Akt der Verschmelzung.
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